Blutegel (Hirudo medicinalis) sind wieder zu einem Bestandteil der medizinischen und tiermedizinischen Versorgung geworden. Das Wort „Egel“ stammt von dem griechischen Wort echis = kleine Schlange. Er ist schon lange für seine Heilkräfte berühmt.
Wissenschaft und Pharmaindustrie haben seit langem erkannt, was die Evolution für einen komplexen Wirkstoffcocktail mit dem Blutegelspeichel (Saliva)hervorgebracht hat, der in nahezu genialer Weise in die komplizierte Gerinnungskaskade des Blutes eingreift. Und da Blut in irgendeiner Weise mit allen Erkrankungen zusammenhängt, haben Blutegel durch den Mikroaderlass und die Wirkstoffe im Speichel einen breiten Indikationsbereich.
Die pharmakologischen Stoffe des Blutegelspeichels (Hirudin, Bedelin, Hementin, Orgelase) bewirken:
Gelenkentzündung
, Tendinitis
Sehnenentzündung
, Arthrose
Degeneratives Gelenkleiden
, Spat
Chronische lokale Entzündung der Weichteile in Gelenksnähe an den straffen Gelenken des Sprunggelenkes, ein- oder beidseitig auftretend
, Podotrochlose
Chronische Entzündung der Hufrolle
, Gonarthrose
Kniegelenkarthrose
, Schale
Chronische Entzündung des Gelenkes und der gelenknahen Weichteile des Huf-, Kron- oder Fesselgelenkes. Es treten bleibende Verdickungen auf, welche oft mit Lahmheiten einhergehen.
, Patellaluxation
Verrenkung der Kniescheibe
, Wirbelsäulenerkrankungen, periodische Augenentzündung, Gelenkgallen, Bursitiden
Schleimbeutelentzündungen
Bandscheibenvorfall
, Spondylose
Degenerative Erkrankung der Wirbelkörper (Zackenbildung), oft auch mit Bandscheibenbeteiligung
Eine besondere Technik ist die „Hirudinopunktur“, bei der Blutegel auf bestimmte Akupunkturpunkte gesetzt werden.
Man benötigt je nach Erkrankung 1 – 5 Behandlungen. Der Zeitraum zwischen den Behandlungen ist ebenfalls abhängig vom jeweiligen Befund.